Weezer hatten ja schon immer ein Herz für Nerds, Geeks und andere hipness Outcasts. Quasi als Teaser zum neuen Longplayer (ab 6. Juni im Handel) gibts es auf Youtube das Video zu Pork and Beans. Darin werden die großen viralen Erfolge (Star Wars Kid, Mentos, etc.) der Videoplattform wieder aufgerollt. Sehr cool, sehr sehenswert!
Das Video habe ich übrigens bei Jana entdeckt, die auch einiges an Zusatzinfo zusammengestellt hat.
So. Habe gerade einen Beschwerdebrief an den ÖAMTC gemailt, dass sie mit der billigen, populistischen Suderei wegen der Spritpreise aufhören sollen. Wer bei der aktuellen Situation von existenzbedrohenden Zuständen für Autofahrer spricht, hat jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Die armen Pendler die vorzugsweise im großen SUV (weil man den zB. im Burgenland im Winter unbedingt braucht, wegen der Schneeverwehungen an fünf Tagen im Jahr) alleine nach Wien pendeln müssen. Mineralölsteuer reduzieren oder abschaffen bringt absolut nichts, weil dann das Geld woanders wieder fehlt. Warum soll die Allgemeinheit den VW Touareg V10 Fahrer entlasten der unbedingt mit seinem Auto täglich zwischen zB. Stockerau oder Baden und Wien klimatisiert hin und her cruised? Oder all jene mit Wiener Kennzeichen die ich heute im 3., 4., 9., und 20. Bezirk auf der Radspur überholt habe und die alle alleine in ihren Audis, BMWs, Mazdas etc. Limousinen gesessen sind.
Das mag jetzt ebenso populistisch klingen Weiterlesen »
Im Journalismus muss man oft Zusammenhänge verkürzt darstellen - sei es aus dramaturgischen Gründen, weil im Teaser nur wenige Platz ist, Werbung schon verkauft ist und der Artikel kürzer werden muss etc. Dabei sollte man als Schreiberling (auch eines Blogs) darauf achten, dass die Verkürzung nicht den Sinn entstellt. Im Gesundheits Standard ist so etwas passiert:
Im Laufsport häufen sich die Stressfrakturen: ausschlaggebend ist nicht zuletzt die Magnetresonanztomografie - Sie zeigt überlastungsbedingte Knochenschäden einfach früher
Neben Feinstaub, Pollen, Sonnenstich, Sonnenbrand, Übersäuerung, Unterzuckerung, Atemnot, Durst, Konditionsschwächen, Blasen an den Füßen, Steinen im Schuh, wundgewetzten Mamillen und anderen Gemeinheiten haben LäuferInnen nun also auch noch mit der hinterhältigen Magnetresonanztomografie zu kämpfen. Diese wurde in letzter Zeit besonders häufig auf der Praterallee und im Augarten gesichtet. Das gemeine an ihr ist, dass sie gar nicht aus dem Gebüsch springen muss um die LäuferInnen zu verletzten, berichten AugenzeugInnen, sondern dass sie ihren “dirty deed” ganz ohne “Feindeinwirkung” durchführen kann.
Vielleicht wollte der Autor aber auch nur sein konstruktivistisches Weltbild mittransportieren, denn ein nicht entdeckter Bruch mag faktisch ein Bruch sein aber ohne Diagnose…
Californication, die Showtime Serie um einen angesäuerten Romantiker (Zyniker), mit David Duchovny in der Hauptrolle und als Executive Producer geht offiziell in eine zweite Saison.
Die Einschaltquoten im letzten Sommer/Herbst haben es vermuten lassen aber jetzt kommt die offizielle Bestätigung dass Showtime 12 neue Folgen schon ab Sommer/Herbst dieses Jahres ausstrahlen wird.
CALIFORNICATION is a home run for us. We haven’t launced a first-year show this strongly out of the gate before, and it caps an extraordinary 12 months that’s included the launch of ‘Dexter,’ ‘The Tudors,’ ‘Brotherhood,’ and ‘This American Life,’” Robert Greenblatt, President of Showtime Entertainment.
Mal schauen wie das Happy End der letzten Folge “korregiert” werden kann. Bis dahin muss der Soundtrack ausreichen.
Normalerweise ist Photoshop der beste Freund des kreativen Menschen. Normalerweise. Manche GrafikerInnen haben die unglaublich mächtigen Features auch unter Kontrolle. Manche nicht. Und denen ist der Photoshop Disasters Blog gewidmet.
Wenns ums Essen geht, zählt für mich in 95% der Fälle dass es schnell geht. Gott sei Dank muss fast food nicht unbedingt junk food sein, aber auch das ist eine Definitionsfrage. Spaghetteria, Tiefkühlpizza und Co. laufen für mich zum Beispiel unter fast food aber nicht junk food. Wer will kann gerne eine gewisse Genussfeindlichkeit aus meinem Kochverhalten ableiten. (Und wenn es nur wegen der Überleitung ist.)
Einer der alles andere als genussfeindlich ist, ist mein Studienkollege, Musiker, Jazzliebhaber, von der ehrwürdigen Columbia University zum Journalismus Master graduierte und Neo-Pro-Blogger Michael Huber. Unter www.biorama.at erzählt er von seinem Versuch sich nur von Lebensmitteln zu ernähren die im Radius von 150km um Wien “gewachsen” sind.
Nach den Bobos kommen die LOHAS. Spannend und unterhaltsam, auch für jemand der nur ungern etwas kocht, dass nicht schon mal gefroren oder dehydriert wurde.
Im Österreich-Netzwerk von Facebook Werbung zu machen ist noch ein Minderheitenspass, den sich auch ambitionierte Blogger mit überschaubaren Marketingbudget leisten können. Dementsprechend ist die Werbung irgendwo zwischen Freiwilligen Hilfsdienst in Peru, kleinen Onlineshops und Mädels die dir ein Airbook schenken wollen, angesiedelt.
Anders sieht dass auf der anderen Seite des großen Teichs aus. Valleywag hat “screenshots of facebooks five most ridiculous ads” online gestellt. Natürlich nicht uneingeschränkt Office tauglich, wie es so schön heißt.
Pretty amusing ist der Streit in den Comments ob nun die “dummen Werber” schuld sind, dass ihre Werbung so wenig gezielt auftaucht oder die Facebook Profiling-Technologie so schlecht ist, dass auch Frauen nackte Brüste und Hot Gay Men präsentiert bekommen.
Ein Comcast Kunde twittert “Comcast sucks“. Frank Eliason, Comcast’s Customer Outreach Manager hat sich eine Twitter-Comcast-Alarm gesetzt und meldet sich darauf bei dem User: “Welcome to Twitter. How can I change your perception?”. Seltsamerweise findet das der Comcast User gar nicht lustig und sieht das als Einbruch in seinen “personal space”. Sein “personal space” bezieht sich also auf “messages publicly available to the world on the Internet”. Da muss der Gute aber aufpassen, dass er nicht in meinen “personal space” eintritt und ich ihn wegen Verschmutzung meines informationsökologischen Biotops wüst beschimpfe
Mal im Ernst - das Internet verändert ganz offensichtlich unsere Wahrnehmung was privat und was öffentlich ist und solche Beispiele zeigen nur wie fundamental, aber scheinbar noch immer zu wenig öffentlich diskutiert, diese Verschiebung ist. Mir selbst ist es auch schon passiert, dass ich aus diesem Blog auf ein anderes Blog verlinkt habe und dann vom Blogger ein überrascht-verständnisloses Mail bekommen habe, wie ich auf die Idee komme ihn zu verlinken, ist sein Blog doch nur für seine Freunde und nicht für die allgemeine Öffentlichkeit bestimmt. Facebook liefert mir auch immer wieder McLuhan’sche Probes dieser Art.
Die Freunde-Verlinkerei der diversen Social Networks suggeriert eine Intimität die so bei weitem nicht vorhanden ist und erfordert eine Diskussion von “privat” und “öffentlich” die über die bekannten soziologisch/habermas’schen/politikwissenschaftlichen Positionen hinausgeht. Die Forschungsgruppe Internet am Graduiertenzentrum der Fakultät für Sozialwissenschaften, Universität Wien hat sich diese Frage dank Axels Diss schon öfters gestellt und viele Beispiele für diesen cultural turn (?) gefunden. Vielleicht braucht es einen psychologischen Zugangsvektor der Öffentlichkeit nicht als soziologisch/gesellschaftlich/politisches Konzept versteht sondern als individuelles abstecken von Grenzen?!
Da hat die SPÖ also doch noch einen Antrag auf Abschaffung der Studiengebühren eingebracht. Der ist aber nicht ganz ernst zu nehmen, wie im Ö1 Abendjournal gerade ziemlich direkt kommentiert wurde. Man wird nicht darüber im Parlament abstimmen, schließlich will man regierungstechnisch nur gemeinsam abstimmen - die ÖVP ist weiterhin dagegen (Fehler eingestehen konnten die - wie auch die anderen - noch nie), auch wenn es eine bunte Mehrheit dafür geben würde.
So wird also mit den Interessen vieler tausender ÖsterreicherInnen umgegangen. Man erlaubt sich einen Scherz damit, weil man wehleidig ist weil der Regierungspartner alleine vorgeprescht ist und einen Ethikunterricht vorgeschlagen hat. Aha, auf der einen Seite eine absolut abstrakte Diskussion über Ethikunterricht und der stellt man eine seit Jahren sehr manifeste, und viele Menschen sehr direkt betreffende Diskussion über Studiengebühren gegenüber.
Vielleicht könnte sich mal jemand auf die Suche nach Wasseradern in der Löwelstrasse machen, weil mir gehen die Erklärungsmodelle für das Verhalten derer die dort arbeiten (?) aus. Zuerst lauthals die Studiengebühren abschaffen wollen und damit auf Stimmenfang gehen, dass dann nicht durchsetzen können, dann monatelang nichts weiterbringen und nur streiten, endlich soll wieder gearbeitet werden und dann fällt den Granden nichts anderes ein als die ohnehin schon verärgerten Studiengebührengegner zu verhöhnen und die Studiengebühren wieder auf die Titelseiten zu holen.
Weiterhin warte ich auf das erste Fettnäpfchen in das die SPÖ nicht mit Vollgas hineinspringt.