
Liebe Freunde von der Brünner Strasse,
vollkommen realitätsferne und durchgedrehte zwei Euro 67 Eurocent (2,67) verlangt ihr mittlerweile von euren angeblich geschätzten KundInnen die gerne die Kontrolle über ihr Konto behalten wollen und euch keine Einzugsermächtigung gewähren. Wie wenn es nicht schon absurd genug wäre jemanden zum Bezahlen einer Rechnung extra etwas zu verrechen aber dieser absurde Betrag zeigt eure Wertschätzung für mich. Ich bin in der Bonusstufe Gold, zahle seit bald 10 Jahren brav die Rechnungen und werde dafür mit Methoden die ans Raubrittertum erinnern, gezwungen ein Spiel zu spielen das ich gar nicht spielen will.
Bei einer Nettosumme meiner Serviceleistungen und Verbindungsentgelte von zehn bis zwölf Euro (ich maile lieber als zu telefonieren) entspricht das schnell mal 20 Prozent meiner Telefonrechnung. Ich empfinde das als reine Erpressung jenseits aller Verhältnismäßigkeit! Die Ust hinzugerechnet ergibt, dass ich schnell mal für ein Viertel meiner Rechnungssumme keinerlei explizite Leistung erhalte!
Dass ihr Kunden habt, deren Zahlungsmoral schlecht ist, ist nicht meine Schuld. Mein Geld kommt immer via Onlinebanking direkt auf euer Konto - kein Papierkrieg included.
Eure nächsten Serviceoffensiven können mir gestohlen bleiben. Auch ein Upselling wird mich nicht interessieren. Genauso wenig Anti-Stress-Bälle, Fußbälle, Seifenblasen, Kartenspiele, Kappen, Frisbees und all der andere Marketingdreck der immer wieder eintrudelt und der mit meinem Erpressungsgeld bezahlt wird.
Reisst’s euch z’ammen!!!
Geschrieben in Kommunikation, Marketing, absurd | 2 Kommentare »
Der Dalai Lama ist also ein gewaltbereiter Revolutionsführer der die Einheit Chinas gefährdet. Jenes China, dass sich nicht sehr viel um Copyrights und Vertragssicherheiten kümmert wie zahllose Beispiele zeigen. Um Menschenrechte kümmert man sich auch nicht sonderlich viel. Nicht so wichtig, schließlich musste man sich darum kümmern die Olympischen Spiele 2008 austragen zu dürfen. Bis vor kurzem dachte ich, dass allen Menschen auf dieser Welt klar ist, dass dies eine (wirtschafts-) politische Entscheidung war.
Dummerweise wurden in Tibet alleine in den letzten Tagen einige hundert Mönche und Zivilisten getötet. Jetzt wäre wieder einmal der Zeitpunkt wo die Politik Konsequenzen aus ihren bisherigen Handlungen ziehen sollte. Einige Unterstützer Tibets stellen einen möglichen Boykott der Spiele in den Raum. IOC-Präsident Jacques Rogge hält dass für den absolut falschen Weg, weil man damit ja die Athleten bestrafen würde. Ah eh, es geht um die Sportler und nicht um die Kohle. Demonstranten abschlachten und betende Mönche zur Al Kaida Chinas zu stilisieren ist aber vollkommen ok - scheinbar auch für den österr. Sportstaatssekretär Lopatka der sich zwar gegen einen Boykott ausspricht zum Thema Tibet aber sehr zahnlos bleibt: Weiterlesen »
Geschrieben in Politik, wirtschaft | 0 Kommentare »
Letzten Freitag (14. März 08) sprach der oberste Boss von Bear Stearns noch davon, dass der Buchwert der Aktie bei ca. 80 US-Dollar liegt und man weit weg von einer Liquiditätskrise sei. Dann kam das Wochenende und heute Montag heißt es, dass eine andere US-Großbank, JPMorgan Chase Bear Stearns übernehmen wird - zu einem Aktienpreis von 2 US-Dollar je Aktie (Bear Stearns All Time High 170 Dollar, vor einem Jahr noch bei ca. 130 Dollar, aktuell vorbörslich bei 4 Dollar) ). Damit hat die Aktie innerhalb weniger Wochen gut 10.000.000.000 Dollar an Marktwert verloren.
Bear Stearns hat im letzten Spätsommer quasi den Startschuß zur uns noch immer beschäftigenden Finanzkrise gegeben, weil sie zwei fette Hedge Fonds schließen mussten die mit sog. faulen Krediten gehandelt haben.
Angesichts dieser neuen Hiobsbotschaft rudern heute auch andere Banken wieder zurück und sind nun doch wieder nicht ganz so sicher ob es vielleicht nicht doch noch unter Umständen möglicherweise ungeplante Belastungen geben könnte.
Als kleiner Einnahmen-Ausgaben-Rechner kann man da nur den Kopf schütteln. Die Marktwirtschaft und die Börsen im speziellen sollen sich angeblich durch ihre große Transparenz gegenüber anderen Organisationsformen positiv unterscheiden. Wenn dem wirklich so ist, muss dem großen Buch von der Relativität der Welt ein weiteres Kapitel hinzugefügt werden. Transparenz ist wohl auch ein sehr relativer Begriff und in der Art wie wir diesen Begriff auf unser Wirtschaftssystem anwenden ist dunkel-dunkelgrau immer noch transparenter als pechschwarz.
Die Gewinnwarnung bei Siemens passt da natürlich perfekt ins grausame Bild. Was sind die Zahlen der Unternehmen noch wert, wie kann man sich noch an Indikatoren wie zb dem KGV orientieren wenn der Geschäftsausblick einer Bilanzkonferenz keine zwei Monate hält.
(Jetzt bin ich durchaus nicht so naiv, dass das auf der Makroebene alles jetzt neu und überraschend für mich wäre aber an Tagen wie heute…)
Geschrieben in Politik, wirtschaft | Kommentar »
Google hat ein Büro in Zürich. Dort wird sooooo hart gearbeitet, dass es notwendig ist genügend Ablenkung und Entspannungsmöglichkeiten (Rutschen, Bibliothek, Wuzzler, Billard, Spielekonsolen, etc.) direkt im Büro vorzufinden.
Persönlich bin ich ja überzeugt, dass auch im Kohleabbau im Ruhrpot sehr hart gearbeitet wird. Aber was sage ich, deswegen haben die Kumpels auch dort Rutschen und Rutschstangen wie bei der Feuerwehr.
Wer einen Blick ins Kinderzimmer der Nerds riskieren will kann dies bei der BBC tun.
Anfangs war ich ja ein wenig neidisch. Aber auch DKS hat im Büro einen fetten HD Fernseher, eine PS3, eine Xbox360 und ein kleines Putting Grün. Sorry Google, aber du wirst wohl auch in Zukunft ohne mich auskommen müssen.
Geschrieben in Spass, computer | Kommentar »
Der amerikanische Pay-Tv Sender HBO, hierzulande bekannt für Rome, Six Feet Under und natürlich die Sopranos, hat einen Online Shop über den er DVDs und Merchandise verkauft. Aber nur unter ganz bestimmten Umständen - man muss in Amerika leben. Dummerweise steht das nirgends und auch bei der Angabe der Versandadresse kann man Australien, Austria, Norway etc. auswählen. Dann ist aber Schluss.
We’re Sorry. Due to shipping restrictions, the following item(s) cannot be shipped to the shipping address you have selected.
Was können das nur für shipping restrictions sein, frage ich mich und erhalte innerhalb lobenswerter 3 Stunden folgende Antwort: Weiterlesen »
Geschrieben in Marketing, absurd, ärgerlich | Kommentar »
Der Telekom Austria laufen nicht nur die Kunden (von 20.000 Festnetzkunden pro Monat ist die Rede) sondern in letzter Zeit auch die Aktionäre davon (minus 1,5 Mrd Marktkapitalisierung in einer Woche). Ein Teufelskreis aus dem die Telekom mit einer Call Center Offensive heraus kommen will. D.h. sie schnürt Pakete aus Handy, Internet und Festnetz zum günstigen Tarif (sehr zum Ärger anderer Provider) und vermarktet diese aggressiv über ihr Call Center.
Im Dezember konnte sich meine Mutter daher über eine sehr bevorzugte Behandlung durch die Telekom erfreuen. Kaum war der Vertrag dann unterschrieben - das Angebot ist ja gut, zumal in ihrem Wohnort der Handyempfang miserabel ist, und da sich die Anrainer möglicher Sendemastenstandorte quer legen, auch weiterhin bleiben wird - war dann Sendepause von Seiten der Telekom. Das neue Handy kam dann zwar noch auf das Modem und die Umstellung auf den neuen Tarif (sic!) wartet sie aber noch immer. Mittlerweile zwei Monate.
Das Call Center entschuldigt sich in einer fort, dass es Probleme bei der Umstellung gibt und es einen Engpass bei den Modems gibt. D.h. sie zahlt noch immer 30 statt 20 Euro im Monat und ist jetzt auch offline weil Chello schneller kündbar ist als es die Telekom schafft einen bestehenden Anschluß wieder herzustellen. Zahle ich zwei Monate keine Rechnung höre ich nicht mal mehr ein Tut-Tut in der Leitung. Zu Lasten des Kunden geht die Umstellung ganz schnell, anders herum ist es so kompliziert wie eine Mondlandung und in zwei Monaten offensichtlich unmöglich. Aber bei der nächsten Rechnung stimmts dann ganz sicher, versichert die Telefontante. Da das wohl kein Einzelfall ist, freut sich Herr Nemsic über ein schönes Körberlgeld.
Geschrieben in Marketing, ärgerlich | Kommentar »
Wenn man mich nach meinem liebsten Nine Inch Nails Album fragt komme ich immer ins straucheln ob ich nun Pretty Hate Machine sage oder doch Still (die Akkustik CD zu “And all that could have been”). Ghosts I-IV die jetzt, wie überall zu lesen ist, so revolutionär über das Internet zu beziehen ist, macht die Entscheidung in Zukunft noch schwerer. Für alle die es noch nicht wissen, die ersten neun Songs stehen gratis zum Download bereit. Quasi zum anfixen. Und selbst wenn der Sound nicht gefällt bleiben immer noch wunderbare Desktop Hintergründe und ein PDF mit noch mehr wunderbaren Bildern.
Ausserdem erinnern mich einige Songs an einen Soundtrack zu dem leider so gut wie nichts Online zu finden ist. Auch wenn das Jahr noch jung ist und Musik eigentlich nicht sooo mein Thema ist kann ich jetzt schon meine Lieblings CD des Jahres ankündigen - auch wenn ich noch gar nicht weiß ob es die überhaupt jemals geben wird:
In Treatment OST
In Treatment ist eine HBO Serie über einen Psychoanalytiker und seine PatientInnen. Die 30 minütigen Folgen bestehen im Prizip nur aus den Therapiegesprächen und erschaffen damit ihr ganz eigenes Format. Die Serie selbst ist großartig gescriptet und gespielt und während der Credits am Ende gibts immer ein Musikstück. Leider macht HBO aus den Credits für die Songs ein großes Geheimnis. Da hilft dann das ganze Internet nichts, wenn man nicht weiß wie die Songs heißen oder von wem sie sind. Deswegen hoffe ich doch sehr, dass es als Merchandise nicht nur T-Shirts und die obligatorischen Coffee Mugs gibt sondern bald auch die entsprechende CD.
Sachdienliche Hinweise zum Soundtrack bitte in die Comments!!!
Geschrieben in Musik, zapping | 2 Kommentare »
Zur Abwechslung wieder mal ein paar Infos aus der Welt der higher education.
Unsere Gesellschaft differenziert sich immer mehr aus. Nischen zu finden und erfolgreich zu besetzen gehört zu diesem Prozess dazu, auch im Bildungssektor. Das ReiterIn an der Wiener Universität für Bodenkultur Pferdewirtschaft aka das Wendy-Studium absolvieren kann ist mir bekannt. Neu war für mich, dass Pferdebegeisterte ein ähnliches Studium auch an einer amerikanischen Business School belegen können: Equine Industry Program am Louisville College of Business.
Nowhere else can a student get classroom training in areas such as equine taxation and equine management, as well as nearby access to hundreds of horse farms, racetracks, and ranches. And because it is the only degree of its kind, students from all over the country descend on Louisville to be part of it.
Weiterlesen »
Geschrieben in Universität | Kommentar »
Die angebliche Totgeburt EURO hat sich im internationalen Vergleich ganz gut entwickelt. Jetzt soll man laut einer Reuters Meldung von Anfang Februar auch in ausgewählten New Yorker Geschäften direkt mit dem Euro zahlen können. Quasi ein Zugeständnis an die vielen Touristen aus dem Euroraum die sich über die Wechselkurse freuen und bargain hunting in NYC machen. Ein netter Tourismus-Gag, denn größere Mengen an Bargeld wird man am Zoll nur schwer vorbeischmuggeln können.
Geschrieben in Marketing | 0 Kommentare »
20. Februar 2008 von Peter
Max hat vor kurzem gemeldet dass über 50% der Torrent Downloads TV Programme betrifft. Dazu passend hat Mininova verkündet dass in nur 3 Jahren vier Milliarden (4.000.000.000) Torrent Dateien von ihren Servern runter geladen wurden. (Die Zahl bezieht isch nur auf die Torrent Datei und heißt nicht automatisch dass der download der “großen Datei” von den Peers erfolgreich war. Aber das ist eigentlich nicht so wichtig.) Überraschend ist, wie schnell die Zahlen zunehmen. Vor nicht einmal drei Monaten stand der Zähler erst bei 3 Mrd.
Some additional statistics for those who’re interested: our Alexa rank is currently 54, and Google Analytics shows that more than 32 million unique visitors used Mininova last month. These people together generate more than 510 million pageviews per month, which causes quite some pressure on our servers.
Wenn Max also meint, dass Bittorrent damit im Mainstream angekommen ist und die Tv Sender sich etwas einfallen lassen müssen, hat er damit vollkommen recht. Im Gegensatz zur Musikindustrie hat der Tv-Moloch allerdings einen Vorteil: Product Placement - für dass schon einmal bezahlt wurde - ist auch in piratierten Sendungen vorhanden. Als Autorin kann man sich über diese Entwicklung sogar freuen.
Geschrieben in Allgemein | Kommentar »