Demonstrierende Schüler, Klappe die 2te
4. April 2009 von Peter
Am 18. März habe ich hier über demonstrierende Schüler und das offensichtliche gutheißen dessen durch Lehrer geschrieben:
Jetzt kann man sagen: Aha, auch Schuldirektoren sind lernfähig und anerkennen das Recht auf freie Meinungsbildung und -äußerung. Oder man sieht es (realistischer) und erkennt, dass Entscheidungen wann Schüler wo und wie an Demokratie teilnehmen dürfen, sehr wohl von Eigeninteressen der Entscheider getrieben sind und dass eine Demo für die Interessen der Lehrer unterstützenswerter ist, als das Auftreten gegen Studiengebühren und andere soziale Themen.
Aktuell greift ein Standard Artikel (Schüler “zur Demo verdonnert”) dieses Thema wieder auf. Diesmal sollen jedoch die Schüler quasi gezwungen worden sein für die Lehrerschaft zu demonstrieren.
Dieser Tage aber bekamen einige Eltern von ihren Kindern den Satz zu hören: “Ich will keine Streikbrecherin sein, darum muss ich mitdemonstrieren.” Mit den Lehrerinnen und Lehrern, gegen die von Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) geplante Erhöhung der Lehrverpflichtung.
Gerade diese vermeintlichen “Nebenschauplätze” zeigen für mich, dass Bildung noch immer das politischste aller angeblich unpolitischen Themen ist.
