Schüler haben heute morgen in Dornbirn gegen die “2 Stunden mehr im Klassenzimmer unterrichten” Forderung der Unterrichtsministerin demonstriert. Pikanter Weise wurde die Demo von der Sozialistischen Jugend Vorarlberg organisiert.
Ich finde es gut, dass sich die Schüler auch wieder mal auf der Straße um ihre Zukunft Gedanken machen. Prinzipiell finde ich es auch gut, dass die Schüler diesmal nicht mit negativen Konsequenzen rechnen müssen.
Vom BORG Schoren in Dornbirn haben nach Angaben des Direktors Norbert Häfele etwa 40 Prozent der Schüler, rund 140 Personen, an der Demo teilgenommen. Die Teilnahme bleibe für die Schüler folgenlos, wenn sie eine Bestätigung der Eltern bringen, dass diese mit der Teilnahme einverstanden sind.
Wäre ja noch schöner wenn die Lehrer, Lobbyisten die für sie auftreten bestrafen. Aber das war nicht immer so. Ich habe jetzt leider nicht die Zeit, das genau zu recherchieren aber ich kann mich an heftige Diskussionen vor einigen Monaten (oder ist es schon länger her?) erinnern, ich glaube es ging um die Studiengebühren, wo Schüler mit dem Rauswurf und Eltern mit Anzeigen gedroht wurde wenn sie zur Demo gingen bzw. ihren Kindern eine Entschuldigung schreiben.
Jetzt kann man sagen: Aha, auch Schuldirektoren sind lernfähig und anerkennen das Recht auf freie Meinungsbildung und -äußerung. Oder man sieht es (realistischer) und erkennt, dass Entscheidungen wann Schüler wo und wie an Demokratie teilnehmen dürfen, sehr wohl von Eigeninteressen der Entscheider getrieben sind und dass eine Demo für die Interessen der Lehrer unterstützenswerter ist, als das Auftreten gegen Studiengebühren und andere soziale Themen. Mal schauen, wie die Lehrer bei einer anderen Demo reagieren.

Demokratie – wie witzig…