Keine Videoüberwachung
16. Februar 2009 von Peter
Dass es, irgendetwas zwingt mich zu sagen, natürlich, keine Videoaufnahmen vom ausgesprochen übergriffigen Verhalten der Polizei gegenüber einem farbigen US-Amerikaner gibt überrascht mich nicht.
Die Hoffnung, dass Videoaufzeichnungen Aufschlüsse über das Geschehen erbringen, hat sich zerschlagen: Aufgrund spezieller technischer Gegebenheiten in der U-Bahnstation Spittelau seien keine Aufzeichnungen verfügbar, sagte Alexander Hofmann, Anwalt des US-Lehrers, unter Berufung auf Staatsanwaltschaft und Wiener Linien. Er bittet deshalb allfällige Zeugen, sich bei ihm unter der E-Mail-Adresse ra-hofmann@aon.at zu melden.
Schließlich sollen uns diese Kameras vor Kriminellen schützen und Polizisten sind ja keine Kriminellen. Die Kamera ist eben cleverer als die Polizei. Während die Polizisten den Verdächtigen verwechselt haben, hat die Kamera nämlich sofort erkannt, dass hier Polizisten auf einen unbescholtenen Menschen losgehen und hat sich dank hervorragender Bilderkennungssoftware gleich abgedreht.
Genau das gleiche machen diese Kameras auch dann wenn Eltern ihr Kind in einem Aufzug zurücklassen.
Mich würde es auch nicht mehr sonderlich überraschen, wenn all diese Kameras nur leuchtende LEDs wären. Zumindest würde es dann weniger Strom kosten.
