Executive Compensation
14. Februar 2009 von Peter
Executive Compensation, also, dass Manager die viel Risiko tragen und eine gute Performance bieten auch entsprechend bezahlt werden, ist, seit Obamas Vorstoß die Gehälter der Bankster die Staatshilfe bekommen zu limitieren, ein beliebtes Thema. Nur eben diesmal mit umgekehrten Vorzeichen. In meiner Wahrnehmung hat es erst Obamas Vorstoß möglich gemacht, dass auch österreichische Politiker, laut darüber nachdenken dürfen. Gut sind mir noch die Aussagen im Herbst im Gedächtnis, wo zwar Bankster Geld für ihre ohnehin nicht Probleme habenden Banken wollten, aber nicht bereit waren auch nur irgendeine Bedingung dafür zu akzeptieren. Und die Politiker hatten das auch so akzeptiert.
Graef Crystal ist seit 50 Jahren im Executive Compensation Business beratend tätig und stellt auf seiner Seite interessante Analysen zur Bezahlung im Top Managment zur Verfügung. Hier (PDF Datei) stellt er die oben angesprochene 500.000 Dollar Gehaltsobergrenze als das dar, was sie auch ist: Populistisch und inkonsequent dank vieler Hintertüren. So dürfen die Bankenvorstände (wie viele das sind wird nirgends definiert) zwar nur mehr die halbe Million verdienen aber alles was unter dieser öffentlichen Ebene ist, darf weiterhin groß abkassieren und ganz abgesehen davon dürfen alle weiterhin fette Aktienoptionsprogramme konsumieren und dank Schlupflöchern auch kurzfristig davon profitieren.
Andere interessante Analysen betreffen den dicken Gehaltsbonus (34 Mio Dollar für 2008) den sich HP CEO Marc Hurd trotz ca 30.000 Kündigungen auszahlen lässt. Grundlage dafür ist, wie so oft, relativ kurzfristiges Umsatzwachstum.
Ähnlich hart geht Crystal mit Apple COO Timothy Cook und seinem 27 Mio Dollar Paycheck für 2008 ins Gericht.
Auch die weiteren Analysen sind sehr informativ. Nicht aus einem Neideffekt heraus, sondern weil sie zeigen, wie das Kompensationssystem funktioniert: Irrational, willkürlich aber innerhalb dieser Annahmen sehr stringent
