It’s life, Jim, but not as we know it
9. Oktober 2008 von Peter
Im durchaus zivilisierten Kopenhagen trifft sich von 15. bis 18. Oktober die Elite der internationalen Internetforscher zu einer Konferenz. Lauter clevere Leute mit Dr. oder Ph.D die an Universitäten forschen und unterrichten. Ich kann es mir nur mit kindlicher Aufregung erklären was da für Fragen auf Mailinglisten auftauchen je näher die Konferenz kommt. Vor allem von unseren Freunden vom US-amerikanischen Kontinent kommen Fragen bei denen ich nur mehr die Hände über dem Kopf zusammen schlagen kann.
Während sich (ein Teil der) Amis offenbar fragt ob es Zivilisation und intelligentes Leben ausserhalb der USA gibt, stellt sich mir umgekehrt die Frage ob es überhaupt noch intelligentes Leben innerhalb der USA gibt.
- Warum soll es in einer europäischen Landeshauptstadt mit einer halben Million Einwohnern keinen public transport geben?
- Warum soll es in einer europäischen Landeshauptstadt mit einer halben Million Einwohnern nur Fischrestaurants geben?
- Warum soll es in einer europäischen Landeshauptstadt mit einer halben Million Einwohnern keine veganen Lokale geben?
- Warum soll man in einer europäischen Landeshauptstadt mit einer halben Million Einwohnern kein Leitungswasser trinken können?
Und weil mir dieses Mail noch immer nicht aus dem Kopf geht copy/paste ich es hier einfach mal rein:
Is there a variety of things to eat besides seafood in Copenhagen. I’m allergic to seafood. Not just shellfish, but anything chemically equipped to live in salt water. Well, I don’t know about mammals, but I am certainly allergic to fish like cod. Freshwater fish are fine.
Natürlich sind Lebensmittelallergien ein ernstes Thema und ich kann Besorgnis dazu gut verstehen, aber wie kommt man dazu zu glauben dass es, und ich kann es nur wiederholen, in einer europäischen Landeshauptstadt mit einer halben Million Einwohnern keine Nahrungsvielfalt gibt?

Hehe… sehr unterhaltsam! Das erinnert mich an eine Anekdote, die mir meine finnische Gastfamilie erzählt hat. Die damals 14jährige Tochter kam für vier Wochen in den Ferien zu einer schwedischen (sic!) Familie. Dort zeigte man ihr dann die Waschmaschine und erklärte ihr das Gerät – weil sowas “haben die Finnen ja nicht”. Ach ja, das war vor 10 Jahren.