Empfehlungen und Aufgaben für BBC Online
2. Juni 2008 von Peter
Ich bin, wie kürzlich in einem Gespräch mit Gernot bemerkt, kein wirklicher Medienrechtsexperte und kann jetzt nicht genau erklären warum die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland und Österreich dauernd Probleme mit der EU wegen ihrer Webseiten haben. Vielleicht liegts auch nur daran, dass es hier sehr klagsfreudige private Medienanbieter gibt. Jedenfalls dürfte es in England andere Bestimmungen geben, weswegen die Website der BBC ein sehr brauchbares, modernes Nachrichten-Portal ist. Dem englischen Pendant zu unserem Publikumsrat, dem Trust der die Aufgabe hat zu schauen dass alle BBC Aktionen hohen Qualitätsstandards entsprechen, ist das aber nicht genug. In seinem aktuellen Bericht stellt er BBC.co.uk keinen Persilschein aus. Und im Gegensatz zu Österreich, wo selbst Rechnungshofberichte von Aufsichtsräten und der Politik ignoriert werden (siehe ÖBB, ARC Seibersdorf, etc.), wird dieser Bericht ernst genommen.
The review set out a number of actions for BBC management and for the Trust. These include:
- Improving the performance in terms of demonstrating distinctiveness, linking, search and navigation and meeting users’ expectations of dialogue.
- Introducing better financial and management control:
- Proposals for a new system of management control to be submitted to the Trust within six months
- The effectiveness of the new management structure will be reviewed within one year of its implementation
- Baseline budget for bbc.co.uk will be revised to £114.4 million for 2008/09
- Service Licence for bbc.co.uk will be revised to ensure greater accountability
We will create separate annexes covering the main editorial areas: news, sport, nations and local, formal learning, audio and music and vision.
Besonders gut gefällt mir gleich der erste Punkt, den man auch den ORF Entscheidern forwarden will. Eine Website ohne Suche und Archiv und mit praktisch keinen weiterführenden Links nach aussen ist eigentlich prä-Internet Ära Information Design.
Den Bericht gibt es natürlich als Executive Summary als auch auch als Komplettbericht als PDF zum download. Solche Transparenz und Ehrlichkeit würde ich mir auch in Österreich wünschen. Aber hier würde so ein Verhalten sofort mit (Freundschafts-)Verrat gleichgesetzt.
