Magnetresonanztomografie als Auslöser von Knochenbrüchen?
26. Mai 2008 von Peter
Im Journalismus muss man oft Zusammenhänge verkürzt darstellen – sei es aus dramaturgischen Gründen, weil im Teaser nur wenige Platz ist, Werbung schon verkauft ist und der Artikel kürzer werden muss etc. Dabei sollte man als Schreiberling (auch eines Blogs) darauf achten, dass die Verkürzung nicht den Sinn entstellt. Im Gesundheits Standard ist so etwas passiert:
Im Laufsport häufen sich die Stressfrakturen: ausschlaggebend ist nicht zuletzt die Magnetresonanztomografie – Sie zeigt überlastungsbedingte Knochenschäden einfach früher
Neben Feinstaub, Pollen, Sonnenstich, Sonnenbrand, Übersäuerung, Unterzuckerung, Atemnot, Durst, Konditionsschwächen, Blasen an den Füßen, Steinen im Schuh, wundgewetzten Mamillen und anderen Gemeinheiten haben LäuferInnen nun also auch noch mit der hinterhältigen Magnetresonanztomografie zu kämpfen. Diese wurde in letzter Zeit besonders häufig auf der Praterallee und im Augarten gesichtet. Das gemeine an ihr ist, dass sie gar nicht aus dem Gebüsch springen muss um die LäuferInnen zu verletzten, berichten AugenzeugInnen, sondern dass sie ihren “dirty deed” ganz ohne “Feindeinwirkung” durchführen kann.
Vielleicht wollte der Autor aber auch nur sein konstruktivistisches Weltbild mittransportieren, denn ein nicht entdeckter Bruch mag faktisch ein Bruch sein aber ohne Diagnose…

ich hab noch nie eine Magnetresonanztomografie bekommen, womoeglich hab ich schon alle knochen gebrochen und weiss es gar nciht…
Eben!
Andererseits vielleicht kannst auch froh sein – die Meldung kann ja auch dahingehend interpretiert werden dass die Magnetresonanztomografie erst die Knochenbrüche auslöst oder fördert.