Häuser unter 1000 Dollar
24. März 2008 von Peter
Die sog. Subprime Krise und ihre Auswirkungen ist für mich trotz 10.000.000.000 Dollar Marktwertverlust bei Bear Stearns, 34.000 weniger Jobs im Bankensektor und Bankchefs die mehr Einfluss des Staates in der Branche votieren (jaja, Gewinne privatisieren, Verluste solidarisieren), noch immer eine relativ abstrakte Sache.
Abhilfe schafft hier ein Blick in US-Online-Immobilienbörsen. Da gerade eine x-te Wiederholung des Heimwerkerkönigs läuft, habe ich mich mal in Detroit umgeschaut und nach Häusern bis 10.000 Dollar gesucht. Von den über 20.000 Angeboten die auf Realtor.com gelistet sind entsprechen (für mich) unglaubliche 5.340 Properties meiner Suchanfrage. Wtf!
Um $100 darf man sich nicht viel erwarten und auch für $10.000 bekommt man keine Luxusvilla. Das ein Viertel der gelisteten Immobilien für unter $10.000 angeboten werden (ein Großteil Bankverkäufe) ist ein starkes Stück.
Wer jetzt, wie ich es für ein paar Sekunden tat, glaubt die Krise zu seinem Vorteil nützen zu können und billig nach Pebble Beach zu übersiedeln, wird entäuscht. Dem Luxussektor dürfte das Platzen der Immobilienblase relativ egal sein: bei $700.000 beginnt es und endet bei $35 Mio. Dafür zahlt sich bei solchen Summen der aktuelle Euro-Dollar Wechselkurs so richtig aus.
