Nischen in der Bildung
9. März 2008 von Peter
Zur Abwechslung wieder mal ein paar Infos aus der Welt der higher education.
Unsere Gesellschaft differenziert sich immer mehr aus. Nischen zu finden und erfolgreich zu besetzen gehört zu diesem Prozess dazu, auch im Bildungssektor. Das ReiterIn an der Wiener Universität für Bodenkultur Pferdewirtschaft aka das Wendy-Studium absolvieren kann ist mir bekannt. Neu war für mich, dass Pferdebegeisterte ein ähnliches Studium auch an einer amerikanischen Business School belegen können: Equine Industry Program am Louisville College of Business.
Nowhere else can a student get classroom training in areas such as equine taxation and equine management, as well as nearby access to hundreds of horse farms, racetracks, and ranches. And because it is the only degree of its kind, students from all over the country descend on Louisville to be part of it.
Ob man sein eigenes Pferd braucht um dort studieren zu können, habe ich auf die Schnelle nicht herausfinden können. Ohne die entsprechenden Skills braucht man sich jedenfalls an der Florida State für das Studium des Professional Golf Management gar nicht anmelden. Handicap 12 und darunter ist Voraussetzung für die Aufnahme und wer bei der Abschlußprüfung nicht zwei Runden in Folge unter 79 Schlägen bleibt fällt durch.
Florida State is one of 20 universities that offers the PGA of America-accredited PGM degree, but the school is unique in that its curriculum includes all of the core courses in both the business and hospitality schools. Students, 40% of whom come from out of state, learn about course and tournament operations, turf management, club design and repair, as well as catering and restaurant management.
Ich phantasiere Namensschilder an den Türen: Tiger Woods, Nike Professor for Putting and Short game.
Eine weitere Hochschule die Nischen bedient ist die Fachhochschule Salzburg. Die hat diese Woche eine Studie veröffentlicht die belegt/berechnet, was immer schon Ziel aller Fachhochschulgründungen war, nämlich Standortpolitik zu betreiben. Die Presse zitiert eine Studie der Fachhochschule, wonach ihre 190 Angestellten, die 400 externen Lektoren und die 1900 Studierenden der Region Salzburg gesamtwirschaftliche Produktions- bzw. Umsatzeffekte von jährlich rund 43,8 Millionen Euro einbringen. Da freut sich die Wirtschaftskammer, denn bekanntlich gehts der Wirtschaft gut gehts allen gut. Ob das die Studierenden von denen nur ein fünftel keiner Beschäftigung nachgeht und die trotzdem nur 800 Euro in der Tasche haben genauso sehen???

Gut, beim Schullerstudium lernt man immerhin Reiten, Spazierengehen konnte ich schon vorher…