The Lost Decade
18. Januar 2008 von Peter
Das neue Jahr ist gerade ein paar Wochen alt und an den Börsen wurden schon fast alle Gewinne (und mehr?) des Jahres 2007 umverteilt, vernichtet, verloren, gewonnen – je nach Standpunkt. Umso interessanter die Frage wie es denn 2008 ausschauen wird?
Einen eigenwilligen Blick wagt Roben Farzad in der BusinessWeek. Paradoxer Weise schaut man als Investor oft in die Vergangenheit um daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen – obwohl in jedem Börsenprospekt steht dass Gewinne in der Vergangenheit nicht auf zukünftige Gewinne schließen lassen. Die Paradoxie geht so weit, dass oft die Gewinner des Vorjahres die Verlierer des nächsten Jahres sind. (Auch dazu gabs in der BW kürzlich eine Tabelle die ich jetzt leider nicht finde.)
Was Farzad macht, ist nicht Jahre sondern Jahrzehnte zu vergleichen. Und wenn man sich diese Brille aufsetzt, dann leben wir in der börsentechnisch schlimmsten aller Zeiten, einer “Lost Decade, the worst showing for U.S. stocks since the Great Depression”.
In all, the S&P 500 would have to surge a total of 54% by 2010 for the decade merely to match the lowly 1970s. Back then, when stagflation, gas lines, and Barry Gibb’s mane dominated the zeitgeist, the market returned an average 5.8% a year. The current decade’s gains lag even those of the 1940s—marred by Nazi marauding, Pearl Harbor, and Hiroshima.
Insgesamt ein interessanter Blick, dem man natürlich seine Willkürlichkeit vorwerfen kann – es passt jedenfalls zum um sich greifenden Rezessions-Talk.
