Was hat Facebook mit Ideologie zu tun?
16. Januar 2008 von Peter
Liebe Facebook Freunde!
Lest euch doch mal bitte diesen Artikel im englischen Guardian durch!
Was wie ein typischer “Facebook ist Zeitverschwendung” Artikel beginnt, liefert Infos die manche in die Schublade für Verschwörungstheorien stecken würden. AutorTom Hodgkinson schaut sich mal genauer an wer hinter Posterboy Mark Zuckerberg steht.
Although the project was initially conceived by media cover star Mark Zuckerberg, the real face behind Facebook is the 40-year-old Silicon Valley venture capitalist and futurist philosopher Peter Thiel. There are only three board members on Facebook, and they are Thiel, Zuckerberg and a third investor called Jim Breyer from a venture capital firm called Accel Partners.
Und so erfährt man über Herrn Thiel:
But Thiel is more than just a clever and avaricious capitalist. He is a futurist philosopher and neocon activist. A philosophy graduate from Stanford, in 1998 he co-wrote a book called The Diversity Myth, which is a detailed attack on liberalism and the multiculturalist ideology that dominated Stanford. He claimed that the “multiculture” led to a lessening of individual freedoms.
Und Herr Breyer:
The third board member of Facebook is Jim Breyer. He is a partner in the venture capital firm Accel Partners, who put $12.7m into Facebook in April 2005. On the board of such US giants as Wal-Mart and Marvel Entertainment, he is also a former chairman of the National Venture Capital Association (NVCA). … Facebook’s most recent round of funding was led by a company called Greylock Venture Capital, who put in the sum of $27.5m. One of Greylock’s senior partners is called Howard Cox, another former chairman of the NVCA, who is also on the board of In-Q-Tel. What’s In-Q-Tel? Well, believe it or not (and check out their website), this is the venture-capital wing of the CIA.

ähm - account quittieren?
Mir bleibt da schon ein wenig die Spucke weg. Das muss ich erst einmal verdauen. Eigentlich dachte ich, Facebook wird von seinen Eigentümern nur kommerziell tief ausgelotet, aber jetzt scheint noch eine bittere politische Komponente hinzuzukommen, die ausschließlich Informationsbeschaffung zu Kontrollzwecken zum Ziel hat.
Diese politische Komponente hat das Ganze ja schon seit Beginn. Da wurde vom freien Markt und libertären Ideen geredet die alleine das Internet ermöglichen und vergessen, dass die Infrastruktur und vieles mehr mit vielen öffentlichen Geldern bezahlt wurde. Zumindest da kommt der Sager von Al Gore er habe das Internet erfunden eine ganz besonders entlarvende Bedeutung.
Richard Barbrook und die europäische Netzszene hat dies während des Booms in mehreren Projekten und Aufsätzen aufgezeigt. Am bekanntesten: Die kalifornische Ideologie von Cameron und Barbrook. Findet man sicherlich im telepolis Archiv.
Nach dem Platzen der Blase sind diese ideologischen Diskussionen schnell vergessen worden und in dem ganzen Web2.0 Hype hat sich niemand mehr um die Strukturen hinter den Interfaces interessiert.
Dieses analytische Defizit so vor Augen geführt zu bekommen, wie es in dem Artikel gemacht wird, verunsichert schon.
ÄDÄLOGÄÄÄ??? ÄCH HALTE NÄCHTZS VON ÄDÄLÖGÄÄ!! DAS ÄST MÄR ZU FASCHÄSTÄSCH!”
[...] Kalifornische Ideologie Veröffentlicht in Mai 30, 2008 von Peter Wie bei unserem letzten Treffen erwähnt, ist “Die Kalifornische Ideologie” von Richard Barbrook und Andy Cameron für mich einer der Basistexte zum gesellschaftlichen Framing des Internet. Quasi als Reaktion auf die Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace von J.P. Barlow und Co , zeigt der Text viel auf, was uns wenige Jahre später bei Facebook plötzlich wieder überrascht hat. [...]