Prognostik
7. Januar 2008 von Peter
Gratiszeitungen sind nur ein Übergangsphänomen und in spätestens zehn bis 15 Jahren wieder verschwunden.
Das prognostiziert der Kommunikationswissenschaftler Michael Haller in einer Meldung der APA die ich im Onlinestandard gefunden habe.
Schön, heißt das jetzt, dass sich die Verkehrsbetriebe keine Gedanken über die Entsorgung der ganzen Gratiszeitungen in ihren Verkehrsmittel machen müssen? Können wir uns jetzt beruhigt zurücklehnen und berechtigt (?) darauf hoffen, dass wir in spätestens zehn bis 15 Jahren nur mehr Qualitätspresse haben werden? Soll ich gleich zur Eva Dichand laufen um sie darauf vorzubereiten, dass ihr Geschäftsmodel einer Gratiszeitung ein Ablaufdatum hat und sie besser schon jetzt ein Profil bei Monster anlegen soll? Gleiches natürlich für Herrn Fellner?
Zumindest die Hoffnung auf Qualitätspresse kann ich fahren lassen.
In spätestens zehn bis 15 Jahren werde die Kernzielgruppe, die 20- bis 35-Jährigen, ihre morgendliche Fahrt zum Arbeitsplatz mit Mobile-Angeboten füllen, lautet die Prognose des Medienexperten.
In erst zehn bis 15 Jahren??? In Berlin traut man sich schon jetzt nicht mehr U-Bahn fahren weil es immer wieder ob zu lauter Musik vom Handy zu Schlägerein kommt. Bei dem Hype um das iPhone und andere Handys mit Netzzugang ist es schwer zu glauben, dass es noch soooo lange dauern soll bis sich die Jugendlichen ihren täglichen perezhilton am Weg in die Schule/Arbeit abholen. Warum soll das noch 10+ Jahre dauern? Die Technik ist im großen und ganzen schon vorhanden und die Marketingmaschinerie für Tv am Handy rollt auch schon.
Abgesehen davon, wenn ich morgens öffentlich in die Arbeit commute haben die 20- bis 35-Jährigen schon jetzt eher ihren mp3-Player in Händen als eine Gratiszeitung. Diese findet sich tendenziell eher in den Händen der älteren Erwachsenen.
