Zeit für Nerds
9. Oktober 2007 von Peter
Serien und Filme mit Nerds waren in den 80ern an der Tagesordnung. Anthony Edwards, der später als Goose in Top Gun Tom Cruise eine schwere Identitätskrise beschert, hat in Revenge of the Nerds einige sehr lustige Momente.
They’ve been laughed at, picked on and put down. But now it’s time for the odd to get even! Their time has come!
Später wurde es ruhig um den bebrillten outcast der besser mit der Technik als mit seiner sozialen Umwelt umgehen kann. Da konnten auch 3 weitere Revenge of the Nerds Filme nichts ändern. (Das Konzept wurde dann später in der American Pie Reihe sehr erfolgreich receycled.) 2004 verschaffte Jon Heder als Napoleon Dynamite den Genre ein wenig Aufmerksamkeit. Vielleicht erinnert sich noch jemand an die “Vote for Pedro” T-Shirts.
In der gerade gestarteten Serien-Saison im amerikanischen TV nimmt man sich wieder verstärkt des Nerds und Slackers an.

- ist ein junger Mann, der eigentlich in Standford Engineering studieren sollte, dort aber hinaus geflogen ist und deswegen im lokalen Großmarkt Handies repariert und ein durchwegs höhepunktloses Leben führt. Durch einen komischen Zufall wird die Mega-Festplatte von CIA and NSA in sein Gehirn downgeloaded. Chuck hat nun die beiden Sicherheitsdienste immer an seiner Seite die ihn eigentlich vor irgendwelchen fremden Mächten beschützen sollen bis sie wissen was sie eigentlich jetzt mit ihm anstellen sollen.
Die Serie ist gespickt mit Referenzen zur Nerd Kultur der letzten 20 Jahre. Mich erinnert sie ein wenig an The Invisible Man. Einerseits weil die Story ähnlich hahnebüchen ist, das aber überhaupt nicht wichtig ist und weil das Setup mit einem Superheld by accident, einer schönen Frau und einem toughen Agenten sehr ähnlch ist. Defintiv eine Empfehlung.

-verfolgt eine ähnlich absurde Geschichte. Sam ist ein Slacker vor dem Herrn und ein echter Pechvogel. Weil seine Eltern vor seiner Geburt in gröberen Problemen steckten, schlossen sie einen Pakt mit dem Teufel. Die Seele ihres Erstgeborenen sollte dem Teufel gehören. Sams Eltern willigten ein und nahmen sich vor keine Kinder zu bekommen. Doch dann kam Sam und an seinem 21. Geburtstag kam der Teufel vorbei um die Schulden einzutreiben. Sam ist nun der Bounty Hunter des Teufels und soll der Hölle Entflohene wieder zurück bringen. Unterstützt wird Sam von seinen zwei besten Freunden.
Beide Serien erzählen Geschichten die von den Grundannahmen prinzipiell absurd und unmöglich sind. Innerhalb dieser Grenzen sind sie allerdings stringent und glaubwürdig. Vor allem aber machen sie Spass und werden Menschen die gerne Earl beim retten der Welt zusehen ebenfalls erfreuen.
Eigentlich unglaublich wie viele SuperheldInnen aktuell durchs amerikanische TV ziehen. Bionic Woman, Chuck, Reaper, Flash Gordon, Supernatural und natürlich die Helden-WG Heroes. Was sagt dass über unsere Gesellschaft aus? Ich glaube in der Zeit des kalten Kriegs waren Superhelden ähnlich beliebt.
