Zurück auf die Schulbank
27. September 2007 von Peter
Man könnte glauben der ehemalige Vizekanzler der Republik Österreich bewirbt sich gerade für die Pro 7 TV-Show “Deine Chance! 3 Bewerber 1 Job”.
ProSieben ist dabei, wenn drei junge Menschen um einen begehrten Lehrvertrag in ihrem Traumberuf wetteifern. Doch am Ende kann nur einer gewinnen. Denn die Konkurrenz ist hart - für zwei von ihnen zu hart. Es gilt, seinen Job ordentlich zu machen, den Chef zu überzeugen und sich gegenüber Kunden von seiner besten Seite zu zeigen … (tvheute.at)
Dummerweise hat sich Hubsi jedoch in der Zieladresse geirrt und den mehr als peinlichen Brief an den britischen Finanzminister Alistair Darling geschickt. Das Originalschreiben hat der Kurier veröffentlicht. Im Zuge dieser Aufregung geht der Standard Karrieren anderer österr. Ex-Politiker nach. Der Artikel ist nicht sonderlich insightful. Das Brigitte Ederer bei Siemens gelandet ist und Ex-Bundeskanzler Viktor Klima die Geschicke von VW in Südamerika leitet ist kein investigativer Journalismus. Aber vielleicht kommt es ja auch nur auf den Standpunkt an und so sind die Karrieren der beiden vielen unbekannt während nur mir nicht klar war, dass Ex-Sport-Staatssekretär Karl Schweitzer wieder zurück in seinen Zivilberuf als Lehrer gegangen ist.
Weniger als seine Ex-Parteikollegen kann der ehemalige Sport-Staatssekretär Karl Schweitzer seine politischen Kontakte in den neuen Job einbringen. Er arbeitet wieder als Lehrer in Oberwart. Fächer: Turnen und Geografie.
Da stellt sich jetzt echt die Frage was ist schlimmer: Ein Politiker der irgendwo einen Versorgungsposten bekommt wo er uns allen auf der Tasche sitzt aber sonst nicht viel anstellen kann, oder einer der wieder in seinen angestammten Beruf zurückkehrt (glücklich die die einen haben) und wie in dem Fall wieder mit Schülern zu tun hat. Meine Schulzeit ist ja schon ein paar Jährchen her, aber einen Lehrer zu haben der Jörg Haider und seine Politik jahrelang offen und nachhaltig unterstützt hat - ich glaube damit hätte ich ein grobes Problem gehabt.

Auch die englische Presse wundert sich mittlerweile über Grobachs splendid english: Guardian: Darling gets Austrian offer he can refuse