Die Gewerkschaft wird kreativ
7. September 2007 von Peter
Ritchie erzählt von einer genial subversiven Aktion der Gewerkschafter/Betriebsräte der Österr. Post AG zur Rettung von Arbeitsplätzen. Das Post Management plant nach einem erfolgreichen Börsengang, dass was alle börsenotierten Unternehmen machen nämlich die Kosten zu reduzieren und das geht am schnellsten durch Personaleinsparungen.
Die Reaktion der normalen Postler ist cleverer als man ihnen gemeinhin wohl zugetraut hätte. Sie haben die Preise erhöht die Briefmarken aber nicht angepasst! D.h. wer, wie Ritchie, nicht überfrankieren will muss zum Schalter. Dadurch werden Arbeitsplätze gerettet bzw. geschaffen. Und diejenigen denen die 5 Cent egal sind zahlen freiwillig mehr was wiederum zu einem besseren Betriebsergebniss beiträgt.
Ich würde dass als klassische Win-Win Situation auf Kosten der Kunden beschreiben. Allerdings nur auf den ersten Blick. Denn wir sind ja nicht nur Kunden sondern auch Staatsbürger die in ein Umverteilungssystem einzahlen. Und da ist es volkswirtschaftlich sicherlich billiger wenn alle ein paar Briefe überfrankieren und die Postler ihren Job behalten und ihr Gehalt wieder in den Konsumkreislauf einbringen können.
Also, ein ganz großes BRAVO der Postgewerkschaft für diese kreativste aller Lösungen.

Ich hätte mir ja gleich denken können, dass du die Post bei ihrer Re-”Strukturierung” beraten hast
It takes the brightest and smartest!