Mitten im Achten war noch am Besten
30. August 2007 von Peter
Was wurde nicht auf Mitten im Achten (MiA) eingeprügelt. Die Story, die Darsteller, praktisch alles wurde mehr oder weniger verrissen und die Quoten wurden zum nationalen Lacher. Kritik und Quoten schaukelten sich gegenseitig auf und ein Teufelskreis entwickelte sich, der in der Einstellung der Serie nach nur 2 Monaten auf Grund zu schlechter Quoten gipfelte. Die letzte Folge, die mit einer gehörigen Portion Selbstironie erfreute, sahen überhaupt nur mehr 73.000 Menschen. Seitdem ist der ORF Vorabend eine Baustelle.
Nach MiA wurde Malcom in the Middle ins Rennen geschickt. Und um den Vorabend generell attraktiver zu machen, durften vor Malcom ab 18.42 Uhr die Gilmore Girls ihre machinengewehrfeuerschnellen Dialoge los lassen. Jetzt kämpfen die hippen Kids aus O.C. um ZuseherInnen. Trotz dieser verbrieften Quotenbringer (auch wenn es Wiederholungen sind) bleibt der Vorabend in ORF 1 menschenleer. Wie ich bei Quotenmeter gelesen habe waren am Montag gar nur 87.000 ZuseherInnen in Kalifornien. Absolut keine Ausnahme wenn man sich die Quoten auf mediaresearch.orf.at ansieht. Um 19.00 Uhr bleibt man so einstellig wie sonst nur die Torschussstatistik der ÖFB Fussballnationalmannschaft.
Mit dem Ende der Durchschaltung der ZIB1 wollte der ORF wohl jugendlichen nachrichtenfeindlichen ZuseherInnen einen Anreiz bieten, nicht zur privaten deutschen Konkurrenz zu flüchten. Dieser Ansatz kann mittlerweile wohl als gescheitert abgehakt werden. Statt dessen hat man (im Namen der Innovation und Programmreform) eine Baustelle aufgerissen, die sich nun als Treibsandloch entpuppt. Alles wird verschluckt. Die vermeintliche Lösung wird zum Problem.
Zurück zu MiA, denn wenn selbst Quotenbringer aus den USA in den gleichen Niederungen herumtümplen, kann die schlechte MiA Quote nicht nur an der Story oder den SchauspielerInnen liegen!? Wenn man den Blick auf die ORF1 Quoten zwischen 17 und 20.15 Uhr ausweitet bleibt man sehr oft im Tal der einstelligen Quotentränen. Anders ORF2 der sich mehr an die erwachsenere Zielgruppe wendet. Hier gibts vergleichsweise solide ZuseherInnenzahlen.
Daraus ergibt sich für mich eine neue Fragestellung bei der ein Nielsen Rating oder ein Teletest nur bedingt helfen. Wo sind die Jugendlichen zwischen 17 und 20 Uhr? Flüchten die alle zu “Verbotener Liebe” auf den “Marienhof” um dort “Unter Uns” zu sein und “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” zu erleben? Oder sind sie gar nicht vor dem Fernseher - egal was es spielt?

Teil 1 einer längeren Geschichte die am Montag fortgesetzt wird!
[...] könnte denn nun eine Lösung des ORF-Vorabend Problems aussehen? Ich habe geschrieben, dass die vermeintliche Lösung zum Problem wird. In dem Fall [...]
[...] Mitten im 8ten wurde hier ja schon öfters erwähnt. Herzerfrischend wie immer ist der Umgang Rolf Rüdigers (der wahre Star des ORF Kinderprogramms) mit der Sendung. [...]
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[...] Kommentare verweisen, wo ich genau das angekündigt habe, was jetzt passieren soll und wird. Hier und hier die [...]
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